Freiwillige Feuerwehr Reinhardshausen



 Reinhardshausen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmend von Kurgästen besucht und es entwickelte sich mehr und mehr zu einem aufstrebenden Badeort.

Frühzeitig erkannten unsere Gründungsväter die Zeichen der Zeit, und sie beschlossen in Reinhardshausen zur Verbesserung des örtlichen Feuerschutzes eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters Adolf Görner, Sohn des Quellengründers Gustav Görner, trafen sich am 17. Sept. 1929 37 männliche Einwohner unseres Ortes zur Gründungsversammlung im Lokal von Adolf Görner, dem heutigen Cafe Schwanenteich . Anwesend waren auch der damalige Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wildungen Christian Stracke, der Wildunger Landrat Trothar und vom Feuerwehr Verband Brandmeister Gerke.

Nach ausgiebiger Bekanntgabe der Pflichten einer Freiwilligen Feuerwehr durch Brandmeister Gerke traten alle 37 anwesenden männlichen Einwohner durch „Mannesunterschrift“ der neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Reinhardshausen bei.

Nach der Vereinsgründung erfolgte die Wahl des ersten Vereinsvorstandes.

1. Vorsitzender wurde Adolf Görner, Hauptmann und stellv. Vorsitzender Christian Rothauge sen., stellv. Hauptmann Heinrich Nöchel, Steigerführer Heinrich Höhne, Spritzenführer Fritz Nöchel, stellv. Spritzenführer Heinrich Beyer, Schriftführer Gustav Berger und Kassierer Heinrich Debes.  

 Bereits im Oktober 1929 fasste der neu gewählte Vorstand den Beschluss, das Fehlen bei Übungen und Bränden mit Geldbußen zu bestrafen.

Außerdem wurde angeordnet, dass die ortsansässigen Landwirte im Brandfall Pferde zur Verfügung zu stellen hätten. Des weitren befahl der Hauptmann Christian Rothauge, dass das Brandsignal durch „Hornblasen“ bekannt gemacht werden solle. Hierzu erzählt die mündliche Überlieferung, dass der vom Hauptmann bestimmte Hornist bereits nach zwei Monaten ausgewechselt werden musste, da es ihm auch nach fleißigem Üben nicht gelingen wollte, dass Brandsignal ordnungsgemäß hervorzubringen.

 Die ersten Anschaffungen in den Gründungsjahren waren u. a. ein Schlauchwagen mit Handzugdeichsel sowie 3 Hakenleitern, 6 Steigergurte mit Zubehör und 4 Leinen.

Den besagten Schlauchwagen gibt es heute noch, er wurde von uns in den 70er Jahren restauriert und erfreut sich heute bei Ausstellungen und Festzügen regem Interesse.

 Am 23. Oktober 1930 erhielt die junge Wehr ihre Feuertaufe. Die Scheune von Wilhelm Weinrich stand in hellen Flammen. Es war dies der erste Brand in Reinhardshausen seit dem Jahre 1912. Gegen 4:45 Uhr wurde die Wehr alarmiert und nahm sofort die Brandbekämpfung auf. Sie wurde dabei unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wildungen, die mit der Kreismotorspritze anrückte und die Löschwasserförderung aus dem Schwanenteich aufnahm. Der Brandbericht vermerkte gegen 8:00 Uhr Feuer aus.

 

Unsere Wehr hatte auch schon in ihrer Anfangszeit einen guten Ausbildungsstand. Im Jahre 1931 wurde sie bei einer der zwölf jährlichen Pflichtübungen von Brandmeister Gerke geprüft. Das Ergebnis der Prüfung lautete „Die Wehr wird als sehr gut anerkannt“.

 1932 führten die Reinhardshäuser Feuerwehrkameraden in unserem Ort einen Verbandstag durch. Hauptmann Rothauge stellte fest, „dass die zu diesem Anlass durchgeführte Übung dank strengster Disziplin und Besonnenheit der Kameraden hervorragend ausgeführt wurde“. Des weiteren vermerkte der Protokollführer: „Der zum Verbandstag angeschaffte Tanzfußboden wurde von der Feuerwehr nach dem Fest in Einzelteile zerlegt meistbietend versteigert“. Dies diente wohl dazu, die knappen Finanzen der Wehrkasse wieder aufzubessern.

 Das Jahr 1934 stand wiederum im Zeichen der Neubeschaffungen. Erstmals wurde der Antrag für den Kauf einer Motorspritze bei der Gemeinde gestellt. Ebenfalls wurde vom 1. Vorsitzenden Adolf Görner angeregt, Musikinstrumente zu kaufen. Zur Anschauung legte er den Feuerwehrkameraden eine Auswahl an Instrumenten vor. Der damalige Protokollführer Höhne vermerkte dazu: „Nach Erprobung derselben wurde von den Kameraden die Anschaffung von Musikinstrumenten einstimmig abgelehnt“.

Seit dieser Zeit ist in der Freiwilligen Feuerwehr Reinhardshausen nie mehr der Versuch unternommen worden Feuerwehrmusik zu machen.

 1934 wählen vierzig Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Reinhardshausen Heinrich Nöchel zum neuen Feuerwehr Hauptmann. Die erste Amtshandlung des neu Gewählten war der Aufruf zu einer Gedenkminute anlässlich des Todes von Reichspräsident General-Feldmarschall von Hindenburg.

Mitte 1934 wurde dann endlich die bestellte Motorspritze TS 6 der Firma Flader ausgeliefert. Diese Motorspritze versah ihren Dienst zuverlässig bis zum Jahr 1971. Auch sie wurde von uns in liebevoller Kleinarbeit wieder restauriert und steht zur allgemeinen Besichtigung in unserem Gerätehaus.

Im Jahr 1938 scheidet der 1. Vorsitzende Adolf Görner aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst aus. Wer von Görner den Vorsitz des Vereins übernahm ist nicht nachvollziehbar, vermutlich war es aber der Hauptmann Heinrich Nöchel.

Während der Kriegsjahre wurde die Freiwillige Feuerwehr Reinhardshausen unter der Führung von Hauptmann Heinrich Nöchel zu mehreren durch Bombenangriffe verursachten Großbränden nach Kassel gerufen. Die Alarmierung erfolgte über eine Handdreh-Sirene, die auf dem Dach des Sanatoriums Zeiss installiert war, und die auch bis 1945 als Luftwarnung diente. Als Fahrzeug nutzte die Wehr zu dieser Zeit einen offenen Mercedes aus dem Jahre 1934 mit Kompressormotor. Dieses Gefährt hatte man in Eigenleistung zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Die Mannschaft saß seitlich auf Bänken unter freiem Himmel.

 Im Jahre 1940 erfolgte die Zwangseingemeindung von Reinhardshausen nach Bad Wildungen. Der Feuerwehrverein Reinhardshausen wurde aufgelöst. Die aktive Feuerwehrmannschaft wurde ein „Halbzug“ der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wildungen. Der bisherige Reinhardshäuser Feuerwehrhauptmann hieß jetzt Halbzugführer.

Als 1945 die Amerikaner als Besatzungsmacht auch in Reinhardshausen einzogen, wurde unser ehemaliges Gerätehaus als Pferdestall der Besatzer genutzt. Der von unserer Feuerwehr genutzte Kompressor Mercedes wurde von den Besatzern requiriert und außer Betrieb gesetzt.

1947 übergab Halbzugführer Heinrich Nöchel nach 13 Jahren Amtszeit seinen Posten an Karl Kahle. Dieser musste krankheitsbedingt noch im selben Jahr sein Amt zur Verfügung stellen. Sein Nachfolger als Halbzugführer wurde Friedrich Michel (Appels Frieder).

1952 gab die Wehr die Anregung zur Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges. Erst 1954 kaufte dann die Stadt Bad Wildungen einen Molkereiwagen Marke Opel Blitz, der von der Firma Rosenberg in Bad Wildungen umgerüstet wurde und unserer Feuerwehr dann bis 1967 als Einsatzfahrzeug diente. Dieses Auto hatte die Eigenart, dass es mehr geschoben werden musste als es fuhr.

Im Jahre 1960 legte Friedrich Michel altersbedingt das Amt des Halbzugführers nieder. Er sagte: „Das kann jetzt der Fritz machen“, und damit war Fritz Wollmert, völlig unbürokratisch, der neue Halbzugführer unserer Wehr. Sein Stellvertreter wurde Willi Beyer. Unter der Führung dieser beiden Kameraden erlebte die Reinhardshäuser Feuerwehr einen enormen Aufschwung. Sie hatten einen sehr guten Draht zu jungen Leuten im Dorf und so war es kein Wunder, dass unsere Wehr regen Zuwachs an jungen Männern erhielt. Die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrmänner wurde vorangetrieben. Viele der heute Verantwortung tragenden Aktiven in unserer Wehr wurden von Fritz Wollmert und Willi Beyer in die Feuerwehr geholt und ausgebildet.

1967 wurde der Reinhardshäuser Feuerwehr Molkereiwagen gegen einen weiteren Veteran ausgetauscht. Wir erhielten das alte Wildunger LF 15 von Klöckner-Humboldt-Deutz, Baujahr 1945. Weil dieses Fahrzeug aber nicht in das alte Gerätehaus passte, musste ein Umbau der Garage erfolgen, den die aktiven Feuerwehrkameraden selbst übernahmen.

Dass unsere Kameraden nicht damit einverstanden waren, wieder nur mit einem Fahrzeug der älteren Generation bestückt zu werden beweist folgende Begebenheit aus dem gleichen Jahre:

Als die Bad Wildunger Feuerwehr ihr neues LF8 von der Tankstelle Jordan aus feierlich durch die Stadt führte, begleitet vom Spielmannszug und den anderen Fahrzeugen der Wehr, schloss sich klammheimlich der Reinhardshäuser Molkereiwagen am Ende des Zuges an, bestückt mit Transparenten auf denen zu lesen war:

„Mannschaft OK, Fahrzeug KO“ und „Wohin mit den Veteranen? In die Stadtteile“    

 1968 wurde von einem Großteil der neuen, jungen Feuerwehrleute ein Grundlehrgang in Bad Wildungen mit Erfolg besucht. Diese Kameraden waren es, die im gleichen Jahre erstmals in der Geschichte unserer Feuerwehr an Wettkämpfen teilnahmen. Auf Anhieb wurde bei diesem 1. Wettkampf in Gellershausen eine hervorragende Platzierung erreicht. Mann bekam Lust auf mehr und von nun an wurde regelmäßig der Vergleich mit anderen Wehren gesucht.

 Im Jahre 1971 wurde dann die schon erwähnte TS 6 der Firma Flader ausgemustert und durch eine moderne FP 8/8 der Firma Ziegler ersetzt, die bis zum Jahre 1996 zuverlässig ihren Dienst tat.

 1973 war es endlich soweit, unsere aufstrebende Feuerwehr erhielt von der Stadt Bad Wildungen erstmals ein fabrikneues Feuerwehrfahrzeug, einen LF 8 der Marke Opel Blitz zur Nutzung. Mit diesem Fahrzeug und der darin enthaltenen Ausrüstung konnten wir den inzwischen immer umfangreicher werdenden Aufgabenbereich unserer Feuerwehr gut bewältigen.

Im März 1977, nach 17-jähriger sehr erfolgreicher Amtszeit gaben Fritz Wollmert und Willi Beyer die Führung der Reinhardshäuser Wehr in jüngere Hände. Die aktiven Kameraden wählten Kurt Kahle zum neuen Halbzugführer und Willy Beyer jun. zu seinem Stellvertreter. Die bei der Wahl anwesende Bad Wildunger Wehrführung äußerte sich an dem Wahlabend recht skeptisch, ob solch junge Kameraden (KK 26 und WB 22) der Verantwortung zur Führung einer Feuerwehr in Reinhardshausen gewachsen sein würden. Heute wissen wir, dass die beiden die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger fortsetzten. Unter der Führung von Kurt Kahle und Willy Beyer jun. wurde die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrmänner weiter forciert. Es wurden weitere junge Männer für den Dienst in der Feuerwehr gewonnen und ausgebildet. Die Erfolge bei Wettkämpfen wurden kontinuierlich gesteigert. So wurden zahllose vordere Plätze bei Pokalwettkämpfen, Stadtmeisterschaften und Kreismeisterschaften erzielt. Die Wettkampfgruppe qualifizierte sich mehrmals für Bezirks- und Landesmeisterschaften.

Anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens fanden am 8. Juli 1979 erstmals Feuerwehr Pokalwettkämpfe in Reinhardshausen statt. Dazu kamen in den Folgejahren weitere Pokalwettkämpfe und Stadtmeisterschaften die in unserem Stadtteil ausgetragen wurden.

Durch den inzwischen immer schlechter werdenden baulichen Zustand unserer Feuerwehrgarage musste man sich seitens der Verantwortlichen Gedanken über die Unterbringung der Feuerwehr machen. Man entschied sich für den Neubau eines Bürgerhauses auf dem ehemaligen Gelände einer Zimmerei in der Leimenkaute. Für unsere Feuerwehr wurde ein Anbau erstellt mit einer großen Fahrzeuggarage, sanitären Anlagen und angrenzend an den Bürgersaal ein kleiner Schulungs- und Aufenthaltsraum für die aktiven Kameraden. Der Einzug unserer Wehr in die neuen Räume erfolgte im Oktober 1983. Das alte, baufällige Gerätehaus wurde abgerissen, dort befinden sich heute Parkplätze.

1984 wird die technische Ausstattung wird weiter vorangetrieben, nennenswerte Neuerung, unser LF 8 erhält erstmals ein Funkgerät.

 Durch die vielen eigenständigen Aktivitäten unserer Feuerwehr war es nicht mehr möglich, vereins- und finanzrechtlich eine Einheit mit dem Feuerwehrverein Bad Wildungen zu sein. So wurden Vorbereitungen zwischen beiden Feuerwehren getroffen die die Abkopplung der Reinhardshäuser Kameraden aus dem Feuerwehrverein Bad Wildungen und die Gründung eines Feuerwehrvereins in Reinhardshausen vorsah. Im Dezember 1985, 45 Jahre nach Auflösung des alten Vereins, wurde im Beisein von Stadtbrandinspektor Blümer aus Bad Wildungen der Feuerwehrverein Reinhardshausen neu gegründet. In den Vorstand wurden Heinz Berger als 1. Vorsitzender und Karl-Willi Kahle als 2. Vorsitzender gewählt. Fritz Wollmert wurde Kassierer, Heinz Dietrich Schriftführer und Stefan Seibel Pressewart.

In den folgenden Jahren entwickelte der neue Vereinsvorstand eine rege Tätigkeit. Er öffnete den Verein für fördernde Mitglieder. Es wurden verschiedene gesellige Veranstaltungen durchgeführt, die sich teilweise jährlich bis heute wiederholen. So sind die Winterwanderungen, die Vereinsfahrten und das Schießen am Ende des Jahres auch heute noch fester Bestandteil unseres Feuerwehrterminkalenders. Diese Veranstaltungen dienen der Pflege der Kameradschaft der aktiven Kameraden und dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder.  

Im September 1987 veranstalteten wir erstmals einen Tag der offenen Tür rund ums Bürgerhaus. Unterstützt wurden wir mit Fahrzeugen und Geräten der Stützpunktwehr Bad Wildungen, der Flughafenfeuerwehr von der Bundeswehr Fritzlar und von einigen Stadtteilwehren. Diese Veranstaltungen wurden in den Folgejahren in loser Reihenfolge wiederholt. Sie dienen zur Darstellung unserer Arbeit in der Öffentlichkeit und natürlich auch zur Aufbesserung der Vereinskasse.

 Die ersten tragbaren Funkgeräte, 2 FuG 10 wurden 1988 aus Vereinsmitteln angeschafft.

Die JHV 1990 ernennt den langjährigen stellv. Wehrführer Willi Beyer sen. zum ersten Ehrenmitglied in der noch jungen Vereinsgeschichte.

Der hohe Stellenwert unserer Feuerwehr in Bad Wildungen wird durch die Wahl unseres Wehrführers Kurt Kahle zum stellv. SBI im April 1990 dokumentiert.

 Bei den Neuwahlen 1991 im Vorstand wird die bisherige Wehrführung mit Kurt Kahle und Willy Beyer bestätigt. Neuer 1. Vorsitzender wird Karl-Willi Kahle, 2. Vorsitzender Martin Bitter, Kassierer Stefan Seibel und Pressewart Andreas Stielow.

Im Jahre 1994 schafft unsere Wehr aus Vereinsmitteln als erste Stadtteilwehr 13 Funkalarmempfänger für die Einsatzabteilung an. Der Vorteil für unseren Kurort war der, dass die Sirenen bei der Alarmierung jetzt stumm blieben. Für die aktiven Kameraden, die an das stille Alarmierungssystem der zentralen Leistelle angeschlossen wurden, nahm die Zahl der Alarmierung aber erheblich zu. Waren es vorher ca. 5 Alarmierungen über Sirene im Jahre so erhöhten sich diese jetzt auf ca. 40 bis 50 pro Jahr, dreiviertel davon Fehlalarme durch BMA. Die Zahl der Fehlalarme wurde in den Folgejahren nach und nach verringert.

 Eine neue Feuerwehrsatzung für die Wehren der Stadt tritt im selben Jahr in Kraft, unsere Einsatzabteilung ist fortan kein Halbzug der Stützpunktwehr mehr sondern eine eigenständige Wehr. Der Halbzugführer heißt jetzt Wehrführer.

Unser langjähriger Halbzugführer, Brandmeister Fritz Wollmert wird im Jahre 1995 von der JHV auf Grund seiner Verdienste für die Feuerwehr Reinhardshausen zum Ehrenmitglied ernannt.

 Am 20.April 1996 wird ein neues, technisch sehr gut ausgerüstetes Löschfahrzeug feierlich zur Nutzung an unsere Einsatzabteilung übergeben. Ein LF 8/6 auf MAN Fahrgestell mit Ziegler Aufbau und div. Zusatzausrüstung die mit 15.000 DM aus der Vereinskasse bezuschusst wurde. „Der hohe Ausbildungsstand der Mannschaft und auch die besonders sensible Situation des Kurstadtteils, die vielen klinischen Großbetriebe rechtfertigen ein derart ausgerüstetes Fahrzeug“, so der Bürgermeister bei der Übergabe. Mit diesem Fahrzeug ist es uns möglich, einen Großteil der inzwischen sehr umfangreichen Aufgaben einer Feuerwehr zu bewältigen.

 2001 war wieder Wahljahr bei unserer Feuerwehr, der bisherige Wehrführer Kurt Kahle stellte sich nach 24jähriger Amtszeit als Wehrführer in Reinhardshausen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

Die Versammlung wählte seinen langjährigen Stellvertreter, Kamerad Willy Beyer jr. zum Wehrführer und Martin Bitter zum stell. Wehrführer. Kurt Kahle wurde zum 2. Vorsitzenden und Martha Michel zur Schriftführerin gewählt. Die neue Wehrführung setzte den bisher beschrittenen Weg der erfolgreichen Weiterentwicklung unserer Feuerwehr fort.

 Im Jahre 2002 beschließt die JHV auf Vorschlag des Vorstandes eine neue Vereinssatzung in deren Folge der Feuerwehrverein in das Vereinsregister eintragen wird. Er führt jetzt den Namen „Freiwillige Feuerwehr Reinhardshausen e.V.“

Die Stadt Bad Wildungen hatte inzwischen die Räumlichkeiten des ehemaligen

Postgebäudes in Reinhardshausen erworben. Wir bemühten uns um einen Schulungsraum in diesem Gebäude. Die Stadt stellte uns dann einen Raum für Unterrichtszwecke, einen kleinen Raum für eine Küche und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Diese Räume wurden von unseren Mitgliedern in ca. 700 Stunden Eigenleistung und mit rd. 13.000 Euro aus der Vereinskasse hergerichtet und ausgestattet. Die feierliche Übergabe erfolgte im Mai 2003.

Die Geschicke des Vereins werden seit 2005 vom 1. Vorsitzenden Andreas Stielow und seinem Stellvertreter Kurt Kahle geführt.

Wenn man die Berichte und Protokolle unserer Feuerwehr aus der Vergangenheit durchsieht, stellt man natürlich fest, dass die Aufgaben einer Feuerwehr im Laufe der Zeit doch erheblich vielfältiger und die Einsätze häufiger geworden sind. Das hat mit der wachsenden Größe unseres Ortes zu tun und auch mit der zunehmenden Technisierung. Zur Gründerzeit waren es 12 Pflichtübungen pro Jahr und vielleicht auch mal ein Einsatz, bei denen vorwiegend Schläuche bewegt wurden. Heute sind wir bei 25 bis 35 Einsätzen pro Jahr, neben den Brandeinsätzen und Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen sind das Hilfeleistungen jeglicher Art, wie Menschenrettung, Personensuche, Tierrettung, Insekteneinsätze, Hochwasser, Beseitigen von Ölspuren usw. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, leisten unsere Feuerwehrfrauen und -männer incl. der Wettkampfausbildung ca. 50 praktische und theoretische Übungsdienste im Jahr. Seit Februar 2010 wird die Einsatzabteilung von Wehrführer Andreas Debes und seinem Stellvertreter Dirk Albus geführt.

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